Für uns Deutsche und auch für die Amerikaner ist ein Handschlag zur Begrüßung ein völlig normaler Vorgang. Ein fester Händedruck suggeriert Selbstbewußtsein, Offenheit und Zielstrebigkeit. Allerdings wird ein derartiges Verhalten in vielen anderen Ländern als befremdlich empfunden.
Wer sich bereits in asiatischen oder arabischen Ländern aufgehalten hat, der weiß, dass man sich dort nicht mit einem Handschlag begrüßt. Infolge der Globalisierung kommt man in diesen Ländern zwar inzwischen ausländischen Gästen entgegen, indem man ihnen die Hand zur Begrüßung reicht, sie allerdings nicht fest drückt.
Vor allem in arabischen und anderen vom Islam geprägten Ländern gilt der Körperkontakt zwischen Männer und Frauen in der Öffentlichkeit als unangemessen und ist verpönt. Das bedeutet insbesondere, dass Männer in der Regel Frauen nicht mit Handschlag begrüßen sollten, es sei denn, die Frau ergeift die Initiative zum Handschlag. Ansonsten ist eine verbale Begrüßung völlig ausreichend und vermeidet gravierende Mißverständnisse.
Otto Dynamix, ein junger und dynamischer Ingenieur, wurde von seiner Firma zu Verhandlungen nach China geschickt, die im trotz seines jungen Alters die Leitung der Delegation übertragen hatte.
Dynamix setzte alles daran, das in ihn gesetzte Vertrauen zu rechtfertigen und ging mit viel Schwung und elan an die Aufgabe heran.
Es kam zur ersten Verhandlungsrunde. Nach die die chinesischen Verhandlungspartner Platz genommen hatten - im Vergleich zur deutschen Delegation war die chinesische viel größer - eröffnete der chinesische Sprecher die Sitzung, indem er weit ausholend die guten Beziehungen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Volksrepublik China beschwor und an die Zuverlässigkeitder Deutschen als Handelspartner Chinas erinnerte.
Dynamix dauerte das zwar alles ein bißchen zu lange, aber er bekämpfte das aufkeimende Gefühl der Ungeduld, da er aus Erfahrungsberichten anderer Kollegen entnommen hatte, dass eine der wichtigsten Tugenden im Chinageschäft die Geduld sei.
Nach weiteren, ihm sehr weitschweifig erscheinenden Ausführungen, die natürlich in zeitraubender Art und Weise gedolmetscht werden mussten, kam der Chinese offenbar zur Sache.
Dynamix war sofort hellwach, denn nun wurde er direkt angesprochen. Der chinesische Delegationsleiter fragte freundlich lächelnd:”Wie alt sind Sie denn, Herr Dynamix?” Ziemlich verwirrt antwortete Dynamix: “Äh, ich - ich bin 38.” Darauf sagte der Chinese, immer noch freundlich lächelnd:”Oh, Sie sehen aber viel älter aus.”
Dynamix konnte nur mühsam seine Fassung bewahren und sagte gequält:”Das macht sicher die ungewohnte Umgebung und die klimatische Umstellung. Ich fühle mich aber ganz fit.”
(Quelle: Prof. Dr. Jürgen Beneke, Forschungsstelle für Interkulturelle Kommunikation, Universität Hildesheim, Materialien Interkulturelles Management - Allgemeine Teil)
Wie beurteilen Sie die Situation ?
Die kulturellen Unterscheide zwischen Amerikaner und Deutschen sind nicht so groß wie man im ersten Moment vielleicht denken mag, aber dennoch gibt es auch hier einige Besonderheiten zu beachten.
Viele der in Deutschland inzwischen auch gebräuchlichen Termini wie “Time is money” oder “Deadline” verdeutlichen recht gut die Business-Gepflogenheiten in den Vereinigten Staaten. Ebenso wie bei uns in Deutschland ist Pünktlichkeit bei Treffen eine Selbstverständlichkeit, genauso wie die Einhaltung von abgesprochenen Lieferzeiten und ein ausgezeichneter und zuverlässiger Kundenservice.
In Amerika geht man weitaus lockerer miteinander um als bei uns in Deutschland. fragen werden offen und sehr direkt gestellt, wobei man sich allerdings nicht lange mit Problemen aufhalten will. Man geht relativ unkompliziert und mit sachlicher Höflichkeit miteinander um und versucht mit einer postiven Stimmung nach schnellen, pragmatischen Lösungen.
Auch wenn die Amerikaner einen direkten Kommunikationsstil pflegen, sind Geschäfte ohne vorherigen Small Talk nicht denkbar. Mit Humor und einer lockeren Art und Weise, bei der man jedoch die Business-Etikette nicht vergessen darf, kommt man bei den Amerikaner gut an.
Garantie für einen guten Einstieg ist ein fester Händedruck, ein direkter Augenkontakt und ein freundliches Lächeln. Eine positive und selbstbewußte Ausstrahlung sorgen für ein angenahmes Gesprächsklima. Beim Small Talk sind tiefschürfende und ernsthafte Gespräche fehl am Platz.
Jeder, der einen festen Job und damit „kreditwürdig“ ist, wird früher oder etwas später in der Lage sein eine Anzahlung für ein Haus leisten. Das ist in den USA mit Sicherheit einfacher als in Deutschland. Gleiches gilt für den Kauf eines Autos. In den Vereinigten Staaten kann man sich diese Träume sicherlich leichter erfüllen als in Deutschland.
“Kreditwürdig” wird man in den USA sehr viel einfacher als in Deutschland. In Deutschland muß man Geld mitbringen um einen Kredit von einer Bank zu erhalten. Anders in den USA: Man benötigt nur eine gute „credit history“ (gute Kreditwürdigkeit aufgrund nachgewiesener Abzahlung von Raten, Mieten, etc. ), damit man ein Haus oder Auto finanziert bekommt. Diese erhält man am einfachsten wie folgt: Am Anfang muss man vor allem viel Geduld haben und erst einmal kleine Brötchen backen.
Ein Weg zur guten „credit history“ ist der Kauf eines Autos mit einer grösseren Anzahlung. Damit werden Sie bei einem der drei zentralen Kreditbüros erfasst. Auch wenn Sie es sich finanziell leisten können, sollten Sie in keinem Fall den Kredit gleich abbezahlen, da es ist ja Sinn und Zweck der Angelegenheit, für spätere Zeiten eine Kreditwürdigkeit “aufzubauen”. Achten Sie aber darauf, immer pünktlich Ihre monatliche Zahlung zu leisten.
Ein weiterer Weg allein oder parallel dazu ist, bei einem Kaufhaus wie “Nordstrom” eine “Store” Karte zu beantragen. Diese Kette (obwohl sehr teuer) hat sich immer wieder freundlich gegenüber Immigranten gezeigt und stellt jedem, mit einem Jobnachweis, eine Kreditkarte mit Belastungsrahmen von $200.00 aus.
Dieser Kreditrahmen wird nach ein paar Monaten weiter erhöht, das erste Mal vielleicht auf $500.00, später $1000.00 usw. Wenn Sie nach ein paar Monaten immer regelmäßig und pünktlich monatlich ihre Raten (Auto, Store-Kreditkarte, usw.) abbezahlen, wird dieses vorbildliche Zahlungsverhalten von den zentralen Kreditvereinen registriert. Nach ungefähr einem Jahr werden Sie dann automatisch von den verschiedensten Anbietern mit Anträgen für eine Visa- doer Mastercard überschüttet.
Diese Anträge bedeuten zwar nicht, dass Sie die Kreditkarte auch sofort erhalten, aber die Organisationen prüfen Ihre „credit history“ erstmal bei dem Kreditbüro nach und erfragen Ihre Zahlungsmoral. Wenn Sie Ihre Zahlungen in der Vergangenheit immer pünktlich und korrekt abgewickelt haben, steht der Ausstellung einer Kreditkarte nichts
mehr im Wege. Dieser Karte wird natürlich am Anfang auch nur einen beschränkte Verfügbarkeit von vielleicht $1000.00 bieten. Aber alle paar Monate wird der Verfügungsrahmen erhöht - solange Sie keinen Fehler machen. Und so geht es immer weiter.
Im dritten Jahr werden Sie, solange Sie einen festen Job haben, eine so gute „credit history“ haben, dass Sie sogar ein Haus ohne Schwierigkeiten finanzieren können.
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Bei uns in Deutschland gilt der direkte Blickkontakt zu dem Gesprächspartner als ein Zeichen von Offenheit, Aufmerksamkeit und einem gesundem Maß an Selbstbewußtsein.
Wenn Sie sich allerdings im Ausland aufhalten, sollten Sie sich frühzeitig mit den landesspezifischen Gepflogenheiten vertraut machen. In vielen Ländern gilt die Vermeidung eines allzu direkten Blickkontakts als Zeichen des Respekts gegenüber dem anderen Gesprächspartner, insbesondere wenn es sich um ranghohe oder ranghöhere Personen handelt.
Daraus folgt, dass Sie sich, wenn Sie sich wie in Deutschland verhalten, keineswegs ein gesundes Selbstbewusstsein oder Offenheit assoziieren würden, sondern vielmehr respektlos, einschüchternd und aggressiv wirken würden.
Es ist daher sinnvoll, sich bereits frühzeitig mit den entsprechenden länderspezifischen Gesprächsritualen vertraut zu machen.
Die Antwort ist einfach: Die Engländer empfinden es als äußerst unhöflich, zum Beispiel eine Einladung zu einer Party oder zu einem Essen direkt abzulehnen. Ein Engländer, der keine Lust hat, an einem Ereignis teilzunehmen, wird daher immer so oder ähnlich sagen: “Well you know that ….” und er wird nicht kommen.
Diese Eigenart muß man sich bei einem Aufenthalt in England schnellstens zu eigen machen und die deutsche Direktheit ablegen, ansonsten wird man in England keinen Anschluß finden und als hochnäsig, unhöflich und arrogant abgetan.